Lead-Management-Symposium erntet begeistertes Feedback




Gegen 400 Gäste folgten am 23. November 2006 der Einladung von Nemuk AG und rbc Solutions AG zum 3. Lead-Management-Symposium im Renaissance Hotel in Zürich. Mit der zunehmenden Macht der Konsumenten durch neue Medien wie Weblogs und Communities war das Eventthema «Neue Medien: Konsequenzen für das Lead-Management?» brandaktuell. Die prominenten Referenten begeisterten mit spannenden Szenarien, verblüffenden Praxisbeispielen und aktuellen Trends.



Am 23. November 2006 ging im Zürcher Renaissance Hotel das 3. Lead-Management-Symposium über die Bühne. Urs Beer, Präsident des Swiss Chapter der International Advertising Association IAA, begrüsste die Anwesenden und führte sie in das Brennpunktthema ein.



Prof. Dr. Torsten Tomczak: «Es herrscht Misstrauen»
Prof. Dr. Torsten Tomczak von der Universität St. Gallen zeigte in seinem unterhaltsamen Vortrag eindrücklich, warum neue Kommunikationsplattformen wie Communities und Weblogs grosse Chancen bergen: Communities schaffen Nähe – Nähe, die Sympathie für das Produkt auslöst. Diese Sympathie wiederum ist die Grundlage für das Vertrauen zur Marke und zum Unternehmen – eine wichtige Voraussetzung für den Kaufentscheid. Und Vertrauen entsteht, so Tomczak, nicht durch die Botschaft «ich kann es», sondern eben auch durch Sympathie. Die Crux am ganzen: Communities und Weblogs kann man nicht managen, sondern nur ermöglichen.



Dr. Dominique von Matt: «Die Mund-zu-Mund-Propaganda feiert ein digitales Revival.»
Dr. Dominique von Matt, Mitinhaber der Zürcher Werbeagentur Jung von Matt/Limmat, zeigt die aktuellen Medientrends auf. Die Komplexität nimmt zu, gleichzeitig wird Kommunikation immer einfacher. Was tun die Konsumenten? Die Antwort liegt auf der Hand: Sie fragen. In Blogs und Communities erfahren sie, was die anderen sagen. Die Mund-zu-Mund-Propaganda feiert ein digitales Revival. Doch von Matt beobachtet noch weitere Trends: Branded Content nimmt stark zu. Werbung und redaktionelle Inhalte verschmelzen immer mehr. Und Product Placement und In-Game-Advertising sind stark im Kommen. Von Matts Fazit: «Crossmediakompetenz ist in Zukunft entscheidend. Wer die Kanäle intelligent vernetzt, wird die Nase vorn haben.»



Qris Riner: «Nutzen Sie das Social Web!»
Qris Riner, Partner der Nemuk AG in Zürich, beginnt sein Referat mit beeindruckenden Zahlen: Konsumenten nutzen Online-Werbung zu 20 %, Unternehmen investieren jedoch nur 1,1 % ihres Werbebudgets in dieses Instrument. Er schätzt, dass in fünf Jahren als Folge der neuen Kommunikationsformen im Internet bis zu 50 % der Medieninhalte user-generated sein werden. Damit die Konsumenten den Werbetreibenden nicht den Rang ablaufen, empfiehlt er allen Marketern und Werbern, das Social Web selbst zu nutzen und so Erfahrungen zu sammeln. Weiter rät er, Internet vermehrt ins Zentrum der Marketing-Aktivitäten zu rücken, authentisch und unterhaltend zu kommunizieren, Mehrwerte zu schaffen und den Dialog mit den Kunden aktiv zu suchen.



Tobie Witzig: «Erfolgreiches Lead-Management setzt qualifizierte Daten voraus»
Die elektronischen Responsekanäle fördern zwar den Dialog, doch sie stellen die werbenden Unternehmen auch vor neue Herausforderungen, hält Tobie Witzig, Geschäftsführer der rbc Solutions AG, fest. Oft entstehen redundante Daten, denn es ist schwierig, die meist nur aus Fragmenten wie Handynummer und Namen bestehenden Angaben korrekt in einer Datenbank zusammenzuführen. Doch umfassende und qualifizierte Informationen sind Voraussetzung für ein erfolgreiches Lead-Management. Anhand eines Praxisbeispiels zeigt Tobie Witzig auf, wie ein Konsumkreditinstitut Interessentenadressen qualifiziert und den Dialog mit den Reagierern aktiv und über verschiedene Kanäle führt. Zum Schluss bringt der Outsourcing-Spezialist die fünf Erfolgsfaktoren des Lead-Managements noch einmal auf den Punkt: Zielgruppenadäquate Kanäle, qualifizierte Daten, Nutzung externer Services, dialogorientiert gestaltete Prozesse und kundenorientierte Mitarbeiter.



Kurzweilig und kurz: die Paneldiskussion
Abschliessend befragt Moderator Urs Beer die vier Spezialisten kurz zu ihren Referaten. Prof. Dr. Torsten Tomczak stellt fest, dass positive Reputation immer wichtiger wird, um Unternehmen weniger angreifbar zu machen. Dass crossmediale Kampagnen nicht teurer sein müssen, sondern von einer genialen Idee leben, ist Dr. Dominique von Matt überzeugt. Qris Riner sieht Grenzen beim Permission Marketing, denn der Konsument will auch gereizt werden. Und Tobie Witzig rät schliesslich, professionelle Services gezielt einzukaufen.



Auf Wiedersehen am 4. Lead-Management-Symposium
Bei einer weiteren Networking-Runde mit feinen Häppchen und köstlichem Nass liessen die Gäste das spannende 3. Lead-Management-Symposium ausklingen. Nächstes Jahr laden wir Sie wieder dazu ein, Impulse für die Praxis zu holen und das Neuste zum Thema Lead-Management zu erfahren. Wir freuen uns, wenn auch Sie dabei sind!



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