| 01.10.2009 / Christof Lenhard: «Ein niedriger Preis alleine genügt nicht …» | | Print | |
Die MS Gruppe hat ihre Kompetenzpartnerschaft ausgebaut und kürzlich die Quickmail AG, die erste private Zustellorganisation für adressierte Werbung in der Schweiz, gegründet. Ab November 2009 bietet Quickmail in den Kantonen St. Gallen, Appenzell und in Teilen des Thurgaus die Briefzustellung ab 50 Gramm an und nutzt damit die Chance aus der Teilliberalisierung des Briefmarktes. Bis im Jahr 2012 möchten VR-Präsident Peter Stössel und Quickmail-Geschäftsführer Christof Lenhard mit ihrem Start-up-Unternehmen 300 neue Arbeitsplätze schaffen, jährlich 90 Millionen Sendungen befördern und damit rund 85 % aller Haushaltungen abdecken. In unserem Interview erklärt Christof Lenhard, wie er diese Ziele erreichen will.
Interview mit Christof Lenhard
Herr Lenhard, Sie haben sich die Sporen bei der Deutschen und der Schweizerischen Post verdient. Ein idealer Hintergrund, um eine private Zustellorganisation aufzubauen.
Sie setzen auf Transparenz – als erstes Unternehmen in Europa bieten Sie die Möglichkeit der Nachverfolgung von Massensendungen. Reagieren Sie damit auf ein Marktbedürfnis?
Informationen über nicht zustellbare Sendungen werden elektronisch am Tag nach dem Zustellversuch an den Absender übermittelt. Ein Service, der für die Versender Gold wert ist ...
Massensendungen sind bei der Schweizerischen Post bis zu sechs Tage unterwegs. Wie viel Vorlaufzeit benötigt Quickmail für die Zustellung an den beiden Wochentagen Donnerstag und Freitag?
Wie muss man sich die Logistik vorstellen? In Ihrer Pressemitteilung schreiben Sie, dass die Depots und Zusteller mit vorsortierten Sendungen beliefert werden. Erfolgt diese Sortierung durch den Auftraggeber?
Dürfen die Auftraggeber mit einer hohen Zustellqualität rechnen?
Ihre Preise sind sehr attraktiv und wohl Ihr schlagkräftigstes Argument. 15 % tiefere Preise als die Schweizerische Post. Wir sind aber auch überzeugt, dass ein niedriger Preis alleine zu wenig wäre, um auf Dauer erfolgreich im Markt bestehen zu können. Deshalb bieten wir Zusatzleistungen wie die oben erwähnte Nachverfolgbarkeit von Mailings an.
Zu Ihrem Leistungsangebot gehört auch der «Quickflyer». Worin liegt der Unterschied zum normalen Mailing?
Herzlichen Dank für das Gespräch und viel Erfolg für Ihren Start im November.
v.l.n.r. Christof Lenhard Geschäftsführer Quickmail AG, Peter Stössel VR-Präsident von MS Mail Service AG und Quickmail AG, Milo Stössel CEO MS Mail Service AG, CH-St. Gallen und AT-Lauterach |